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2. Unternehmertag der SEW
Der 2. Unternehmertag der Stadtentwicklung Würselen, der diesmal auf dem Gelände des Flugplatzes Aachen-Merzbrück stattfand, stand ganz im Zeichen der infrastrukturellen Entwicklung. Rund 80 geladene Gäste aus Unternehmen, Politik und Verwaltung konnte Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Arno Nelles zu diesem Anlass begrüßen. Er stellte in seiner Einleitung heraus, dass es im Wettbewerb der Regionen von Bedeutung sei, dass man sich in der StädteRegion Aachen gemeinsam aufstelle. Laut Arno Nelles müsse das Kirchturmdenken überwunden werden, um die Stärken aller Kommunen in der StädteRegion zu nutzen. Hierbei sei es für die Region von Vorteil, wenn gewerbliche Flächen, die möglicherweise in Aachen knapp seien, in anderen Kommunen der StädteRegion in ausreichender Größe zur Verfügung stünden.

Prof. Helmut Breuer von der RWTH Aachen stellte in seinem Impulsreferat heraus, dass die gute Erreichbarkeit eines Wirtschaftsstandortes von zentraler Bedeutung sei. Und da kann sich aus seiner Sicht Würselen profilieren, denn diese sei ein starkes Plus der Düvelstadt. Ein breites Spektrum an Schulen und eine hervorragende medizinische Versorgung macht der Geograph ebenfalls als wichtiges Argument vor allem auch für ausländische Investoren aus. Und auch in diesem Bereich sei Würselen gut aufgestellt.
Prof. Helmut Breuer lenkte die Aufmerksamkeit der Zuhörer in Anlehnung auf die einleitenden Worte von Bürgermeister Arno Nelles auf einen Größenvergleich der Euregio mit Berlin. Die Euregio könne ebenso viele Hochschulen und Studenten aufweisen, wie Berlin, und zwar schon lange. Die Absolventen der Technischen Hochschule sind seiner Ansicht nach für die gesamte Region ein wichtiges Potenzial. Und dass sich die Region Aachen heute als Technologieregion verstehen darf, dies vermag man seiner Ansicht nach bereits daran zu erkennen, dass jährlich rund 250 Ingenieur-Absolventen hier bleiben.

Uwe Zink, Dezernent der StädteRegion Aachen und Geschäftsführer der Flugplatz Aachen-Merzbrück GmbH sowie der Aachener Kreuz Merzbrück GmbH & Co. KG, stellte in seinem Vortrag die Bedeutung des Verkehrslandeplatzes Aachen-Merzbrück für die heimische Wirtschaft heraus und erläuterte den beabsichtigten Ausbau mit einer Verschwenkung und Verlängerung der Start- und Landebahn. Er zeigte sich zuversichtlich, dass eine 50%ige Bezuschussung der Ausbaukosten von rund 4,6 Mio. Euro durch das Land erfolgen wird und der Flugplatz mit dem geplanten angrenzenden neuen Gewerbegebiet zum mobilsten Standort in der Region entwickelt werden kann. Uwe Zink informierte darüber hinaus auch über den Ausbau des Autobahnkreuzes Aachen und den Bau der K 34, der Verbindungsstraße zwischen dem Gewerbegebiet Aachener Kreuz und dem Standort Flugplatz, die nunmehr eröffnet werden kann.

Walter Kampsmann, Geschäftsführer der Westflug Aachen GmbH & Co. KG und damit auch Nutzer des hiesigen Flugplatzes, stellte den Anwesenden ein Flugzeug vor, dass sich aufgrund seiner Wirtschaftlichkeit vor allem als ein Firmenflugzeug anbietet, das von mehreren Unternehmer gemeinsam genutzt werden könnte. Mit der Maschine ist es möglich, von Merzbrück aus flexibel andere Reiseziele in Europa anzusteuern, ohne eine größere Anreisezeit zu einem Flughafen in Kauf nehmen zu müssen. Dass der Flugplatz Aachen-Merzbrück nicht nur den Sportfliegern dient, machte Walter Kampsmann deutlich, indem er darauf verwies, dass hier Piloten zum Verkehrsflugzeugführer ausgebildet würden.

Im Anschluss an die Vorträge nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich im gemeinsamen Gespräch auszutauschen.

 

Foto: Daniel Gerhards
 

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